Das sind wir

Rund um das Kinderhaus St. Peter Paul

Mit 186 Plätzen für Kinder im Alter von einem bis sieben Jahren sind wir einer der größten Kindertagesstätten in Raum Aschaffenburg mit Sitz im Stadtteil Obernau. Für das Wohl der Kinder, deren Entwicklungsbegleitung und -förderung sind unsere rund 32 pädagogischen Mitarbeiter zuständig, die sich über neun Gruppen verteilen. Aktuell haben wir drei Krippengruppen in einem Nebengebäude und sechs Kindergartengruppen.

Damit unser Haus zukunftsfähig bleibt, kümmern sich neben dem Leitungsteam und ihren Mitarbeitern, eine Verwaltungskraft und eine Geschäftsleitung um die finanziellen Rahmenbedingungen, während die rund neun weiteren Mitarbeiter bestehend aus Hausmeister, Reinigungs- und Hauswirtschaftskräfte mit Reparaturen, Gartenarbeiten, Reinigungstätigkeiten und Essensausgabe die Hygiene, das leibliche Wohl sowie die Funktionsfähigkeit im Blick haben und zusammen mit dem restlichen Team für eine angenehme Atmosphäre sorgen.

Wir sind Kinderhaus steht für ein freundliches, respektvolles Mitarbeiter. Für einen achtsamen und wertschätzenden Umgang mit unseren Ressourcen zum Wohle der Kinder, aber auch zur Zufriedenheit der Mitarbeiter. Partizipation soll bei uns nicht nur ein leere Worthülse sein, sondern wird gelebt und das auf allen Ebenen.

Sie wollen uns kennenlernen, dann vereinbaren Sie einen Termin mit unseren Leitungen vor Ort oder informieren sich auf unserer Webseite über unser Kinderhaus.

Wir freuen uns auf Sie.

Ansprechpersonen

Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns direkt an. Wir freuen uns immer, Ihnen weiterhelfen zu können.

Bitte beachten Sie, dass die Rufnummer mit der Hauptnummer 9779- aktuell nicht funktionieren. Sie erreichen die Leitung über die E-Mail info@kinderhaus-obernau.de. Die Krippenleitung und Krippengruppen sowie die Geschäftsleitung (Mo, Mi und Fr von 8 bis 12 Uhr) sind unter den anderen Rufnummer nach wie vor telefonisch erreichbar.

Kinderhausleitung: Nadja Dreyhaupt Tel: 06028 9779-640 E-Mail: info@kinderhaus-obernau.de

Kindergarten:

Öffnungszeiten & Preise

Das Kinderhaus St. Peter Paul ist Montag – Freitag von 7:00 – 16:30 Uhr geöffnet.
Der Familienstützpunkt Obernau im Kinderhaus St. Peter Paul ist Montag – Donnerstag von 8:00 – 13:00 Uhr geöffnet.

Betreuungszeit pro WocheKindergartenKinderkrippe
 10 Stunden  
10-15 Stunden  
15-20 Stunden 400 €
20-25 Stunden185 €410 €
25-30 Stunden195 €420 €
30-35 Stunden205 €441 €
35-40 Stunden215 €467 €
40-45 Stunden231 €500 €
45-47,5 Stunden251 €540 €

Mittagessen

Wir beziehen unser warmes Mittagessen von Aulbach’s Catering aus Leidersbach und bieten dieses in Form von verschiedenen Pauschalen in unserer Einrichtung an.

Anmeldung Mittagessen Krippe

Anmeldung Mittagessen Kindergarten

Anmeldung

 

Anmeldeformular für Krippe und Kindergarten

Sie möchten Ihr Kind bei uns neu anmelden? Dann nutzen Sie das Formular und senden dieses ausgefüllt per E-Mail für den Kindergarten an info@kinderhaus-obernau.de oder für die Krippe an krippe@kinderhaus-obernau.de. Alternativ können Sie Ihr Kind auch über die Plattform Little Bird (Link auf der Willkommensseite) bei uns anmelden.

Bitte beachten Sie auch entsprechende Hinweise zu den Preisen, dem Mittagessen, der Mitgliedschaft im Trägerverein, etc. in dem Formular.

 

 

 
 
 
 

Vernetzung

Um für jedes Kind die besten Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, arbeiten wir mit vielen Institutionen und Gruppierungen interdisziplinär zusammen.

Pädagogisches Konzept

Unser Konzept basierend auf dem bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP)

Respektieren & Achten

Religion und Werteorientierung

  • Religion durchzieht jeden Bereich unserer Pädagogik, denn wir sind eine katholische Kindertagesstätte.
  • Wir feiern alle christlichen Feste des Jahreskreises und geben Orientierungshilfen für den Alltag.
  • Förderung von Nächstenliebe und respektvollem Umgang miteinander sowie Achtung vor der Schöpfung und anderen Religionen.

Empathie und Konfliktmanagement

  • Umgang mit eigenen Gefühlen und soziales Miteinander erlernen.
  • Stärken & Schwächen erkennen und damit arbeiten.

Sprechen & Handeln

Sprache und Literatur

  • Angemessener Umgang mit der deutschen Sprache erlernen.
  • Kinder dem eigenen Entwicklungsstand entsprechend sprachlich fördern (Hören, Lauschen, Lernen).

Medienkompetenz

  • Verantwortungsvoller Umgang mit allen alltäglichen, informativen und technischen Geräten (PC, Musikmedien, etc.).

Fragen & Forschen

Mathematik

  • Angemessener Umgang mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen erlernen (Zahlenland).

Naturwissenschaften und Technik

  • Experimente durchführen und naturwissenschaftliche Zusammenhänge erforschen.

Umwelt

  • Umweltbezogenes Handeln und ökologische Zusammenhänge erkennen.
  • Achtung und Verantwortung für Umwelt und Natur.
  • Vermittlung von MINT-Grundlagen.

Gestalten & Musizieren

Ästhetik, Kunst und Kultur

  • Gefühl für Farben und Formen erlangen.
  • Eigene Gestaltungs- und Ausdrucksformen finden.
  • Umgang mit allerlei schöpferisch-kreativen Materialien.
  • Kennenlernen von Kulturangeboten in ihrer Vielfältigkeit.

Musik

  • Ermutigung und Freude am gemeinsamen Singen und Musizieren mit Instrumenten.
  • Musik differenziert wahrnehmen.
  • Liedrepertoire erarbeiten.

Bewegen & Spüren

Bewegung, Sport und Rhythmus

  • Ausgiebiges Erproben von motorischen Fähigkeiten & Geschicklichkeit.
  • Körpergefühl und Körperbewusstsein entwickeln.
  • Lern- und Leistungsverhalten durch zahlreiche Bewegungsangebote verbessern.
  • Teamgeist fördern durch Bewegung und Spiel.

Physische und psychische Gesundheit

  • Vermittlung gesunder Ernährungsweisen sowie Körperhygiene und -pflege.
  • Nachspüren von Ruhe und Stille.
  • Mit eigener Sexualität unbelastet umgehen.

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Kindertageseinrichtungen

Der bayerische Bildungs- und Erziehungsplan – Grundlage unserer Arbeit

Der BEP ist der Leitfaden für die Umsetzung des im Bayerischen Kinderbildungs- und –betreuungsgesetzes (BayKiBiG Art. 10 und 13) dargestellten Bildungsauftrages und der in der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Kinderbildungs- und –betreuungsgesetz verbindlich festgeschriebenen Bildungs- und Erziehungsziele.

Er unterstreicht den Wert frühkindlicher Bildung und dementsprechend die Wichtigkeit hochwertiger pädagogischer Arbeit.

Die zentralen Ziele des Plans sind die Stärkung der Kinder, der kindlichen Autonomie und der sozialen Mitverantwortung. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Förderung grundlegender Kompetenzen und Ressourcen, die die Kräfte des Kindes mobilisieren und es befähigen, ein Leben lang zulernen.

Der Plan gibt den pädagogischen Fachkräften in den Kindertageseinrichtungen Orientierung und sichert die pädagogische Freiheit.

Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan wurde im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen entwickelt. Er bringt zum Ausdruck, dass fachlich fundierte Bildung und Erziehung nicht an institutionellen Grenzen Halt macht.

Dementsprechend bietet er die Chance zur Vernetzung von Kinderkrippe, Kindergarten und Kinderhort, ebenso wie von Kindergarten und Grundschule.

IFP (Staatsministerium für Frühpädagogik)

Elternbeirat

Elternarbeit

Elternarbeit ist ein wichtiger Teil unserer pädagogischen Arbeit und basiert auf partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erziehern. Sie umfasst:

Informationen über die Einrichtung

Abklärung gegenseitiger Erwartungen

Aktive Mitwirkung der Eltern

Elternbeirat

Der Elternbeirat fördert die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Personal und Träger, bringt Anregungen ein und hat Anhörungsrechte bei Öffnungszeiten, Personaleinstellungen und Beiträgen. Er besteht meist aus zwölf gewählten Mitgliedern.

Er unterstützt außerdem Feste (z. B. Kinderhausfest, Adventsmarkt) und Ausflüge, wobei die Mithilfe aller Eltern willkommen ist.

Elternmitarbeit

Weitere Beteiligungsmöglichkeiten: Schnuppertage, Elterngespräche, Elternabende, Tür- und Angelgespräche, Elternshoppen/-frühstück.

Einmal jährlich können Eltern ihre Meinung über eine Umfrage äußern. Wir freuen uns über Ihr Interesse und dass sich Kinder und Eltern wohlfühlen.

FAQs – Häufig gestellte Fragen

Immer mal wieder tauchen Fragen auf. Die typischen Fragen und die entsprechenden Antworten finden Sie hier nach unseren Bereichen gegliedert:

Das gilt für alle!

Unser Anmeldeformular steht HIER auf unserer Webseitezum Herunterladen zur Verfügung. Das PDF kann direkt ausgefüllt und dann per E-Mail, per Post, per Einwurf in unserem Briefkasten oder persönlich abgegeben werden. 

Die Aufnahme in das Kath. Kinderhaus St. Peter Paul erfolgt nach Maßgabe der verfügbaren Plätze und entsprechend dem Geburtstag des Kindes. Gibt es nicht genügend freie Plätze, wird eine Auswahl nach den folgenden Kriterien getroffen:

  • Zeitpunkt der Anmeldung (bei Krippenkindern)
  • Geschwisterkinder
  • Alter des Kindes (Gilt für Kindergarten.)
  • Erfolgt die Anmeldung eines Krippenkindes später als zum 31.03. des laufenden Kalenderjahres, wird das Kind auf eine neue Warteliste gesetzt. Das Nachrückverfahren erfolgt wiederum nach dem Geburtsdatum des Kindes. Wichtig: Kinder können erst ab einem Alter von 1 Jahr die Krippe besuchen. Stichtag ist der 31.08.
  • besondere soziale Situation

Im Einzelfall entscheidet der Rechtsträger der Einrichtung im Einvernehmen mit der Leitung.

Die Buchungszeiten sind verbindlich und können nur in Ausnahmefällen nach besonderem Antrag und ausführlicher Prüfung geändert werden. Ein Arbeitgebernachweis ist dafür zwingend erforderlich. Dabei gilt jedoch, dass das Reduzieren von Buchungsstunden im laufenden Kindergartenjahr grundsätzlich nicht möglich ist. 

Die Aufteilung in die Gruppen erfolgt ausschließlich durch die Leitungen. Diese ist abhängig von der Verfügbarkeit freier Plätze und unter Berücksichtigung einer gleichmäßigen Verteilung nach Alter und Geschlecht. Bei Geschwisterkindern haben die Eltern die Möglichkeit, für diese eine einheitliche Gruppenzugehörigkeit anzufragen. Eine Garantie gibt es dafür jedoch nicht.

Gruppenintern gibt es Kontaktlisten für die Eltern, um eine Kommunikation auch untereinander zu ermöglichen. Weiterhin bietet der Elternbeirat durch Vernetzung einen Austausch an. Hierbei haben Sie auch die Möglichkeit, gruppenübergreifend neue Eltern kennenzulernen. 

Bitte kommen Sie auf uns zu, wenn Sie etwas besprechen möchten. Anregungen und Ideen nehmen wir immer gern auf. Falls Sie lieber etwas diskret ansprechen möchten, können Sie sich gern auch an den amtierenden Elternbeirat wenden.

Für unsere regelmäßigen Veranstaltungen freuen sich unser Team und der Elternbeirat immer über tatkräftige Unterstützung der Eltern. Es ist nichts verpflichtend, jedoch können reibungslose Abläufe ohne Unterstützung der Eltern nicht gewährleistet werden. Des Weiteren sollen die Feste für die Kinder als bleibende Erinnerung und positive Erfahrung wahrgenommen werden. Wenn nicht genügend Eltern helfen, sind solche Veranstaltungen kaum realisierbar. Die Gelder, die bei solchen Aktivitäten eingenommen werden, kommen am Ende den Kindern durch Neuanschaffung oder Investitionen in Ausstattung zugute.

Ihr Kind muss 48 h symptomfrei sein und darf erst dann wieder unsere Einrichtung besuchen.

Die Mittelkinder haben einmal im Quartal passend zu jeder Jahreszeit einen gruppenübergreifenden Naturtag. Darüber hinaus gestaltet jede Gruppe auch individuell Naturtage.

Wir bieten bei Förderbedarf Deutschkurse an, im Vorschuljahr auch in Kooperation mit der Grundschule: Einmal im Jahr kommt eine Sprachüberprüfungskraft (Logopädin) zu uns in Haus. Zudem kooperieren wir auch mit dem mobilen sonderpädagogischen Dienst und der Frühförderstelle für die ganzheitliche Entwicklung.

 

Masernschutz in der Kita – Kurzinfo für Eltern

Kita- Infoschreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege

Grundregel: Kein Kita-Besuch ohne Masernschutz.
Frist für Bestandskinder ab 01.03.2020: bis 31. Juli 2022
Ausnahme: Ärztliches Attest bei medizinischer Kontraindikation

Kinder / Alter bei BetreuungsbeginnErster NachweisZweiter / spätere Nachweisfristen
Unter 1 JahrKeine Impfung nötig (erste Impfung ab 9 Monate)ab 12/24 Monaten: 1. bzw. 2. Impfung oder Immunität; Meldung an GA nach 1 Monat
1–2 JahreMindestens 1 Impfung oder Immunität2. Impfung bis 24 Monate; Meldung an GA nach 1 Monat
Über 2 JahreMindestens 2 Impfungen oder Immunitätentfällt
Medizinische KontraindikationÄrztliches AttestNachweis/Immunität 1 Monat nach Wegfall der Kontraindikation; Meldung an GA

Bestandskinder / Mitarbeitende vor 01.03.2020

  • Nachweis spätestens 31.07.2022

  • Meldung an Gesundheitsamt erst nach Ablauf dieser Frist

  • Ausnahme: Ärztliches Attest

Kikom App – Erklärvideo für Eltern

Adventsmarkt

Der Adventsmarkt: Tradition für Klein und Groß

Der Adventsmarkt präsentiert vom Kath. Kinderhaus St. Peter Paul ist seit Einführung 2014 zu einer festen Größe im Ort geworden und eine etablierte Tradition, die in Zusammenarbeit mit Ausstellern auf dem Gelände des Kinderhauses stattfindet. Der Markt stimmt dabei auf die Vorweihnachtszeit ein und findet in der Regeln an einem Adventswochenende vor Weihnachten gegen Ende November/ Anfang Dezember statt. Zu dieser Veranstaltung sind dabei nicht nur die Kinder des Hauses und deren Eltern eingeladen, sondern ganz Obernau sowie die Vereine des Aschaffenburger Stadtteils.

Geschichte des Kinderhauses St. Peter Paul

Das Kinderhaus Obernau erzählt seine spannende 120-jährige Lebensgeschichte!

Der Pädagoge Wilhelm Fröbel, Begründer der Kindergärten in Deutschland, war schon vor 45 Jahren gestorben, als ich am …

10. Nov 1897

… das Licht der Welt im Schulhaus in der Sulzbacher Straße erblickt habe. Krieg und Industrialisierung hatten die Frauen aus dem Haushalt heraus und hinaus auf die Felder und in die Fabriken gezogen, und so hatte ich als „Kleinkinderschule“ von Anfang an bereits 85 Kinder, alle in einem Raum und betreut von einer katholischen Ordensschwester.
Mein „Aufsichtsgeld“ für diesen Dienst betrug 0,20 DM pro Woche. Wer sich den Luxus einer Schulspeisung (Suppe) leisten wollte, dem stellte ich einen Aufpreis von 0,5 DM in Rechnung!

1902

… wurde ich in die Obhut des Krankenpflegevereins Obernau übergeben. Er wurde von Ordensschwestern geführt und finanzierte sich aus Vereinsbeiträgen, dem Gehalt der Schulschwestern, aus Spenden und natürlich dem Aufsichtsgeld. Doch schon im …

Mai 1921

… platze die Schule aus allen Nähten und ich musste Platz machen. Zum ersten Mal hatte man mir in der Schulstraße ein eigenes Haus gebaut! In dem Flachbau hinter der Schule haben meine 80 Kinder nun immerhin einen eigenen 84 qm großen Raum gehabt – leider ohne Waschraum.
Aber was toll war: im Winter konnte ich mich durch eine klappbare Abteilung auf 47 qm verkleinern – und das war gut so, denn sonst wären mir wohl in den kalten Wintern und dem großen Raum unter dem nackten Flachdach meine Kinder erfroren!

1954

 wurde dann der St. Peter Paul Verein Obernau e.V. gegründet. Endlich kümmerte sich mal einer so richtig um mich! Naja, und noch um die ambulante Krankenpflege. Aber immerhin! Und das war auch höchste Zeit, denn in den letzten Jahren waren so viele Kinder hinzugekommen, dass ich förmlich aus allen Nähten platze!

Januar 1957

Endlich! Der St. Peter Paul Verein erweiterte den Bau in der Schulstraße um ein Drittel auf 105qm. Alles wurde jetzt super modern: der Gruppenraum war nun über zusätzliche Holzfaltwände abteilbar geworden und hat – unglaublich – eine Garderobe!
Aber das Beste kam erst noch: ich bekam einen eigenen Waschraum! Und als ob das noch nicht genug wäre: ich hatte warmes Wasser!

Mai 1959

Nun ging es Schlag auf Schlag. Der Fortschritt war nicht mehr aufzuhalten! Es wurde tatsächlich eine zweite Kindergartenschwester nach Obernau geschickt. Das war keinen Augenblick zu früh, denn inzwischen waren 130 Kinder bei mir in der Obhut.

Herbst 1969

Schon wieder ein Jahr des Fortschritts: 147 Kinder wurden damals von nunmehr drei Vollzeitkräften betreut!

Mein Betreuungsfaktor sauste sozusagen rasant „in den Keller“. Von 1920 noch 80:1 über 1960 schon 65:1. Und nun 1970 war ich schon bei nur noch 50:1!

Januar 1972

Eine kleine Sensation für mich katholischen Kindergarten war’s ja schon: der St. Peter Paul Verein stellte mir seine erste „weltliche“ Kindergartenschwester ein!

  1. Juli 1976

Die Schule war inzwischen längst in die Mozartstraße umgezogen, und ich durfte nun auch endlich nachkommen. Ich konnte es gar nicht glauben: ich war jetzt moderner Neubau! Mit vier Gruppen und je eigenen Ruheräumen und Toiletten!

Mit Verwaltungsräumen und – ihr glaubt es nicht: einem eigenen Turnraum und einem traumhaften Außengelände!

September 1979

Meine Kinderzahlen sanken nun plötzlich auf einen Tiefststand, fast wie vor hundert Jahren, auf unter 90 Kinder. Aber kein Krieg und keine Hungersnot. Was war nur los? Die Anti-Baby-Pille etwa?

 

September 1984

Der St. Peter Paul Verein hatte ganz schön was zu tun mit mir! Das hatten die sich wohl nach dem Neubau anders vorgestellt. Wer sollte denn das auch verstehen?

Nur fünf Jahre waren vergangen, und nun waren meine Kinderzahlen sogar so hoch, dass ich meine Plätze doppelt vergeben musste, um alle Kinder unterzubringen. Mal vormittags, mal nachmittags. Von Bedarfsplanung wohl keine Spur…

 

September 1990

Und so ging es auch noch weiter. Statt 100 Kinder waren inzwischen 167 Kindern angemeldet. Es zwickte mich in jedem Zimmer. Da war auch die Doppelbelegung im Kindergarten keine Lösung mehr für mich!

Der St. Peter Paul Verein baute mir wenigstens den Turnraum um zum Gruppenraum. Zähneknirschend… Das konnte keine Lösung sein, ich wünschte mir sehnlichst wieder geordnete Verhältnisse! Der Betreuungsfaktor lag nun bei fast 15:1. Inzwischen fand ich das viel zu viel für einen modernen Kindergarten wie mich!

1994

In der Jahnstraße wurde jetzt ein Notkindergarten in einer ehemaligen Näherei mit zwei Gruppen für meine vielen Kinder eingerichtet. Im dritten Stock, wenn‘s da mal gebrannt hätte!

Ein Außengelände groß wie eine Briefmarke und steil wie eine Skischanze! Der Bürgermeister versprach zum Millennium einen richtigen Kindergarten, doch nichts geschah. Das war frech. Diese „Notlösung“ sollte ganze 16 Jahre weilen!

 

September 2002
Auch in der Mozartstraße war mir mein inzwischen 25 Jahre altes Kleid schon wieder viel zu eng geworden. Den Turnraum rückte der St. Peter Paul Verein nicht noch einmal heraus, soviel war klar.

Doch das Nachbargelände war noch unbebaut. Das konnte der Verein ergattern und besorgte mir so eine „Rucksack Gruppe“: ein nagelneuer Kindergarten-Pavillion wurde dort schnell errichtet. Das Provisorium zum Provisorium war geboren! Seit dieser Zeit hatte ich nie mehr weniger als 170 Kinder bei mir. Eher mehr. Darauf bin ich ganz schön stolz!

September 2008
In meinem Inneren grummelte es: Einerseits hatte ich Kinderschwund bei den großen Kindern! Andererseits krabbelte es aber plötzlich überall! Nun richtete mir der St. Peter Paul Verein zum ersten Mal eine Krippengruppe ein: in meinem Pavillon entstand bald eine neue Mischgruppe mit unter Dreijährigen, ebenso im St. Christopherus Kindergarten.
Und ein Kinderhort war ebenfalls dazu gekommen, für die Mittags- und Ferienbetreuung. Ich hatte nun ein viel größeres Angebot. Toll! Und meine Vorschüler kamen als Erstklässler zurück – was für ein Wiedersehen!

2010
Ich denke wirklich nicht gerne an diese Zeit zurück. Was war das für eine entbehrungsreiche Zeit in der Mozartstraße, ständig hatte ich schmerzhafte Baustellen. Mir vibrierten die Fenster, Staub auf Wänden und Möbeln und im Garten die Planierraupenplage! Furchtbar…

Juli 2011
Wun-der-bar! Es war, als wenn ein Schmetterling schlüpfte: plötzlich war ich ein ausgewachsenes Kinderhaus! Das größte in Aschaffenburg und Umgebung. Alle Gruppen unter einem Dach!
Adé Pavillion, adé Jahnstraße! Ich habe nun sogar einen Forscherraum mit einem menschlichen Skelett (Huhu), Mikroskop und Computer bekommen.
Das Beste ist aber die eigene Kantine! Und meine Außenanlagen: Sie waren verheilt und erblühten! Ich bin jetzt die Perle unter den Aschaffenburger Kinderhäusern und ganz Obernau ist begeistert. Über 170 Kinder zwischen einem und acht Jahren lernen und spielen seitdem bei mir. Mit insgesamt 35 Mitarbeitern bin ich ein großer Obernauer Arbeitgeber.

Danke, St. Peter Paul Verein. Das war gar nicht schlecht!

April 2017
Wie schon vor 120 Jahren: viel zu wenig Plätze für mich in Obernau. Drei Krippen fehlen und sollen nun im Schnellverfahren entstehen. Aber wer sollte der Betreiber werden, falls es den St. Peter Paul Verein nicht mehr gäbe?

November 2017

Ich wachse weiter! Drei neue Krippengruppen sind in den Räumen der Volksschule entstanden.

Jetzt habe ich Platz für insgesamt 218 Kinder. 48 in der Krippe, 150 im Kindergarten und 20 im Hort.

(Quelle: Chronik von Obernau anlässlich der 800 Jahr Feier)